Induktive Höranlagen

 

Warum Induktive Höranlagen?

In Veranstaltungsräumen sind Lautsprecher für HörgeräteträgerInnen häufig keine Hilfe. Sie verzer¬ren die Sprache  und erzeugen Nachhall. Gesprochene Worte sind kaum noch zu verstehen. Hier hilft der Einbau einer sogenannten  Induktiven Höranlage. Mit dieser Art der Übertragung empfangen die T-Spulen von Hörgeräten oder Cochlear-Implantaten (CI) die Signale frei von Nachhall und Störgeräuschen und sie können individuell verstärkt werden.

 

Flyer

Hier finden Sie eine Liste öffentlicher Veranstaltungsräume in Tübingen mit Induktionsanlage für Hörgeräteträger zum Herunterladen (PDF, 128 KB).

 

Zum Ausleihen: Mobile  Frequenzmodulations-Anlage (FM-Anlage)

Die Universitätsstadt Tübingen verleiht  an private Veranstalter eine mobile drahtlose Signalübertragungsanlage (FM-Anlage). Sie ist geeignet für kleine Veranstaltungsräume (bis zu. 50 Personen), in denen keine Induktive Höranlage verlegt ist.
Die FM-Anlage besteht aus einem Sender (Mikrofon) und zehn Empfängern und wird in einem Aluminiumkoffer transportiert. Die zigarettenschachtelgroßen Empfänger  werden mit einem Band um den Hals gehängt. Sie leiten die Impulse vom Mikrofon automatisch an das Hörgerät weiter. Dazu muss das Hörgerät mit einer sogenannten „Telefonspule" (vom Akustiker aktivierte T-Spule) ausgestattet sein. Ohne Nebengeräusche können so Schwerhörige auch in einer lauten Umgebung die gesprochenen Worte verstehen. Die Ausleihe ist kostenlos, für die Zeit der Ausleihe ist eine Kaution von 100 Euro zu hinterlegen.

Hier kann die Anlage ausgeliehen werden:
Bürgerdienste, Herr Gunkel
Bürgeramt, Schmiedtorstrasse 4
Tel. 07071/204-2586, wilhelm.gunkel@tuebingen.de

 

Zum Hören mit Induktiver Höranlage

Wie funktioniert eine Induktive Höranlage?

Über die Mikrofone werden die Sprach- und Musiksignale nicht nur auf die Lautsprecher über-tragen, sondern auch in eine im Raum verlegte Induktionsschleife (Ringschleife). Diese Ringschleife besteht aus einem speziellen Kabel, das meistens im Boden verlegt ist. Innerhalb dieser Schleife können HörgeräteträgerInnen mit aktivierter T-Spule im Raum überall gut hören.

Wie funktioniert die T-Spule?

Die Ringschleife strahlt ein elektromagnetisches Feld mit den aufgenommenen Sprach- und Musiksignalen ab. Diese Signale werden von der T-Spule im Hörgerät/CI empfangen und von diesem dem individuellen Hörverlust angepasst.

Was müssen HörgerätenutzerInnen beachten?

Die technische Voraussetzung ist ein Hörgerät mit einer sogenannten T-Spule (dies ist bei den meisten Hörgeräten der Fall) und diese muss dann auch vom Akustiker aktiviert worden sein. Zur Nutzung der Induktiven Höranlage muss der Hörgeräteträger das Hörgerät dann jeweils auf den Kanal der T-Spule umstellen. Ganz einfach und bequem ist dies mit einer Fernbedienung möglich.

 

 

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