Selbsthilfe und Migration

Selbsthilfegruppen als Unterstützung im Umgang mit Krankheiten oder Problemen sind jenseits der deutschen und englischen Sprache relativ unbekannt. „Migration trifft Selbsthilfe“ möchte dies für die Stadt und den Kreis Tübingen ändern. Das Projekt der Kontaktstelle für Selbsthilfe will Begegnungen zwischen Personen aus der Selbsthilfe und Menschen zum Beispiel aus Migranten-Selbstorganisationen ermöglichen und auf diese Weise zu einer kultursensiblen Öffnung der Selbsthilfe beitragen. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von der AOK Baden-Württemberg.

Das Projekt „Migration trifft Selbsthilfe“

Menschen mit Migrationsgeschichte leben in Deutschland oft „zwischen den Welten“. Im Spannungsfeld verschiedener Kulturen müssen sie eigene Wege finden, um beispielsweise mit Erkrankungen oder belastenden Lebenssituationen umzugehen. In der jüngeren Vergangenheit suchten immer häufiger Menschen aus diesem Personenkreis die Beratung der Kontaktstelle für Selbsthilfe auf, weil sie sich mit ihrem Problem alleine fühlen. So entstand die Idee zum Projekt „Migration trifft Selbsthilfe“.

Die Idee hinter dem Projekt

Rund ein Viertel der Bevölkerung im Kreis Tübingen hat eine Migrationsgeschichte. Bisher sind diese Menschen in Selbsthilfegruppen kaum vertreten und diese Form der Unterstützung ist in migrantischen Gesellschaftsgruppen wenig bekannt. Das Projekt möchte dazu beitragen, dass mehr Betroffene mit Zuwanderungshintergrund in Selbsthilfegruppen Vertrauen und Solidarität erfahren und damit Isolation vermeiden beziehungsweise überwinden können. Das Projekt will einen Beitrag zur Integration und Gesundheitsförderung sowie zur kultursensiblen Öffnung der Selbsthilfe leisten.

Zielgruppen des Projektes

  • Menschen mit Migrationsgeschichte
  • Bestehende Selbsthilfegruppen
  • Fachleute aus dem Gesundheits- und Bildungswesen, die Zugang zu Menschen mit Migrationshintergrund haben (Migranten-Selbst-Organisationen, Beratungsstellen, Ärzte und Beschäftigte in Arztpraxen, Psychotherapeuten, Sozialdienste, Kliniken, betriebliche Gesundheitsdienste in größeren Unternehmen, Krankenkassen, Anbieter von Deutsch-Kursen etc.)

Was ist das Ziel interkultureller Selbsthilfe?

  • Gesundheit und Prävention fördern
  • Hilfe zur Orientierung im sozialen und Gesundheitssystem
  • Unterstützung auf dem Weg der Integration

Was trägt die Kontaktstelle für Selbsthilfe dazu bei?

  • Kontaktpflege zu nicht-deutschsprachigen Organisationen in Tübingen
  • Begegnungen ermöglichen zwischen Selbsthilfe-Aktiven und Menschen mit Migrationsgeschichte
  • Planung gemeinsamer Aktionen in einer interkulturellen Projektgruppe
  • Unterstützung von Interessierten beim Aufbau nicht-deutschsprachiger Selbsthilfegruppen

Wollen Sie mehr über das Projekt erfahren oder haben Sie Interesse mit Ihrem Verein / Initiative in der Projektgruppe mitzuwirken? Dann wenden Sie sich an die Kontaktstelle für Selbsthilfe.

Mehrsprachige Postkarten

Im Rahmen des Projekts entstand eine Postkarten-Serie mit 4 Motiven. Jede Karte enthält eine andere Botschaft, was Selbsthilfe bewirken kann. Auf der Rückseite informiert ein kurzer, persönlich gehaltener Text über die Arbeit der Kontaktstelle für Selbsthilfe Tübingen.

Die Postkarten wurden bisher in folgende Sprachen übersetzt:

Mit den Karten machen die Projekt-Aktiven bei interkulturellen Kontakten und Veranstaltungen in Tübingen auf die Selbsthilfe aufmerksam. Sie möchten in Ihrer Einrichtung / Verein usw. für die Selbsthilfe werben? Melden Sie sich gerne bei der Kontaktstelle für Selbsthilfe.

Projektgruppe

Wollen Sie mehr über das Projekt erfahren oder haben Sie Interesse mit Ihrem Verein / Initiative in der Projektgruppe mitzuwirken? Dann wenden Sie sich an die Kontaktstelle für Selbsthilfe.

Letzte Änderung: 17.07.2019

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